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voestalpine halbiert Dividende für 2008/09


Wien (APA) - Der Stahlkonzern voestalpine ist von der Wirtschaftskrise besonders schwer betroffen und wird deshalb die Dividende auf 1,05 Euro je Aktie halbieren. Der Personalabbau verschärfte sich zuletzt weiter auf ein Minus von 1.500 Stammarbeitern bzw. 2.000 Leiharbeitern. Etwas über 10.000 Mitarbeiter, also rund ein Viertel der Belegschaft, wurden auf Kurzarbeit geschickt.

Weitere Kündigungen stünden aber vorerst nicht an, sagte Unternehmenschef Wolfgang Eder am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz. "Wir haben den stärksten Konjunktureinbruch seit 1945 noch nicht hinter uns", so Eder. 2010 werde "das schwierigste Geschäftsjahr der vergangenen Jahrzehnte" - es drohen Verluste. Im ersten Halbjahr 2009/10 sei definitiv mit "roten Zahlen" zu rechnen. Im Gesamtjahr will man beim Jahresüberschuss "irgendwo rund um Null landen".

Das Unternehmen steht auch weiter auf der Kostenbremse - sämtliche Divisionen werden nun auf mögliche Einsparungen hin durchleuchtet. Ab 2011 will Eder hier ein weiteres Sparpotenzial von "einigen 100 Mio. Euro" auf der Kostenseite "heben". "Neben den kurzfristigen Krisenmaßnahmen arbeiten wir an einer nachhaltigen Anpassung unserer Strukturen", so der Konzernchef. Die Konzernstruktur wird gestrafft.

Trotz des zweiten Halbjahres 2008/09, "das an Dramatik nichts zu wünschen übrig gelassen hat", habe die voestalpine beim operativen Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr "die Milliarde geschafft" - das EBIT sank um 11,9 Prozent auf 1,02 Mrd. Euro, der Nettogewinn (vor Minderheitsanteilen und Hybridkapitalzinsen) ging um 18,6 Prozent auf 611,6 Mio. Euro zurück, der Gewinn je Aktie schrumpfte um 27,3 Prozent auf 3,41 Euro. Beim Umsatz erzielte die Voest ein Plus von 10,9 Prozent auf 11,63 Mrd. Euro.
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