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Waschmittel stärken Henkel-Geschäft


Düsseldorf (dpa) - Für Henkel wird 2009 zum Jahr der Waschmittel. Die Traditionssparte um Persil und Spee ist in der Wirtschaftskrise zur wichtigsten Gewinnquelle des Düsseldorfer Konzerns geworden. Auch im Kosmetikgeschäft um Schwarzkopf und Fa zeigen Kostensenkungen Wirkung. Die deutlich größere Klebstoffsparte um Pritt und Pattex leidet dagegen weiter unter einer schwachen Nachfrage und bleibt damit das Sorgenkind des Konzerns.

Vorstandschef Kasper Rorsted schloss am Mittwoch bei der Vorlage von Quartalszahlen weitere Maßnahmen nach Abschluss des laufenden Sparprogramms nicht aus. Das Management halte sich alle Optionen offen. Die Henkel-Vorzugsaktie geriet an der Börse unter Druck. Händler vermissten einen konkreten Ausblick.

Im dritten Quartal 2009 verbuchte Henkel zwar einen Gewinnsprung, der jedoch auf hohe Umbaukosten um Vorjahreszeitraum zurückgeht. Der Quartalsüberschuss stieg durch den niedrigen Ausgangswert um fast 70 Prozent auf 180 Millionen Euro. Die Ertragskraft lag gemessen am bereinigten operativen Gewinn (EBIT) leicht unter Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz nahm durch Währungseffekte und das schwache Klebstoffgeschäft um 7,3 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro ab. Bereinigt um Wechselkurs-Auswirkungen sowie um Verkäufe und Zukäufe ging der Quartalsumsatz um 2,5 Prozent zurück. Auch für das Gesamtjahr 2009 ist ein Umsatzrückgang wahrscheinlich. Henkel erzielt über 80 Prozent der Erlöse außerhalb des Heimatmarktes Deutschland.

Rorsted bekräftigte, dass das Sparprogramm bei Henkel bereits Ende 2009 und damit ein Jahr früher als geplant abgeschlossen werde. \"Wir machen unsere Hausaufgaben\", sagte er. Im Zuge des Sparprogramms sollten weltweit 3000 Arbeitsplätze gestrichen werden, darunter 1000 in Deutschland. Henkel habe bei Waschmitteln in Europa jetzt so hohe Marktanteile erreicht wie noch nie. Die Waschmittelsparte erzielte im dritten Quartal einen operativen Gewinnsprung um 17 Prozent auf 137 Millionen Euro. Mit einer Umsatzrendite (EBIT) von 13,2 Prozent war die Waschmittelsparte die profitabelste. In der Klebstoffsparte ging der operative Gewinn um 47 Prozent auf 89 Millionen Euro zurück. Sondereffekte herausgerechnet, sei ein Aufwärtstrend im Jahresverlauf 2009 erkennbar.

[Henkel]: Henkelstraße, Düsseldorf
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