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Rüstungskonzern Rheinmetall setzt Mittelfrist-Ziele aus

Düsseldorf (dpa) - Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hat wegen der Flaute in der Fahrzeugbranche seine mittelfristigen Ziele ausgesetzt. Die unsichere Situation in der Autobranche lasse eine "Bestätigung der bisherigen Mittelfristziele nicht zu", wie Rheinmetall am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. 2009 werde für die Automobilindustrie "ein schwieriges Jahr mit besonderen Herausforderungen". Dagegen sei für die Rüstungssparte mit einer "Fortsetzung der nachhaltig positiven Entwicklung auszugehen".

Bislang wollte Rheinmetall im kommenden Jahr Umsatz und Ergebnis weiter steigern und bis 2010 eine Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 9 Prozent erreichen. Die jüngst bereits gesenkte Prognose für 2008 wurde aber bestätigt.

Die Aufträge gingen in den ersten neuen Monaten aufgrund merklicher Zurückhaltung der Autobauer von 2,96 auf 2,78 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz hielt sich mit 2,83 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT verbesserte sich leicht von 157 auf 163 Millionen Euro, der Gewinn wuchs von 79 auf 85 Millionen Euro.

Rheinmetall hatte bereits vor zwei Wochen einen ersten Einblick in den Geschäftsverlauf gegeben. Die Automobilhersteller hätten ihre Bestellungen "drastisch" reduziert, hieß es damals. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass das EBIT im Gesamtjahr auf 250 bis 260 Millionen Euro sinken wird. Vor einem Jahr hatte der Konzern mit seinen 21 271 Mitarbeitern operativ noch 270 Millionen Euro verdient.  << zurück zur Übersicht