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Neue SAS-Verluste: Rettung nur durch Verkauf an Lufthansa?

Stockholm/Kopenhagen (dpa) - Die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS ist wegen Problemen mit der spanischen Tochter Spanair wieder in der Verlustzone gelandet. Nach offiziell nicht bestätigten Medienberichten vom Mittwoch aus Stockholm und Kopenhagen ist der seit längerem erwartete Verkauf von SAS an die deutsche Lufthansa durch die jüngste Entwicklung erneut näher gerückt. Wie die Zeitung "Jyllands-Posten" unter Berufung auf Konzernkreise berichtete, sei mit einer Entscheidung noch im Dezember zu rechnen.

In der Internet-Ausgabe der Stockholmer Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" äußerten Branchenexperten, nur durch das schnelle Zusammengehen mit einem stärkeren Partner wie Lufthansa könne SAS eine Entwicklung Richtung Konkurs abwenden. SAS-Konzernchef Mats Jansson wollte sich bei der Vorstellung der Ergebnisse zum dritten Quartal nicht zu den Verkaufs- oder Fusionsgerüchten äußern. Das halbstaatlich in Dänemark, Norwegen und Schweden betriebene Unternehmen hatte im Sommer "strategische Kontakte" über eine Neustrukturierung mit nicht genannten Partnern bestätigt.

Jansson nannte als dringendste Aufgabe die Schließung einer massiven "Kostenlücke" zwischen SAS und dessen Konkurrenten. Im dritten Quartal musste das Unternehmen den Wert seiner vergeblich zum Kauf angebotenen spanischen Tochter Spanair um zwei Milliarden schwedische Kronen (200 Millionen Euro) nach unten berichtigen. Dem Nettoverlust in gleicher Höhe stand ein Gewinn von 701 Millionen Kronen im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber. Die SAS- Passagierzahl fiel um 5,4 Prozent auf 9,8 Millionen. Beim Umsatz legte das Unternehmen leicht um 0,4 Prozent auf 19,4 Milliarden Kronen zu.
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