logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
BNP Paribas verdient auch in der Finanzkrise - Lehman belastet


Paris (dpa) - Im Gegensatz zur Deutschen Bank schreibt die französische BNP Paribas auch ohne Änderung der Bilanztechnik in der Finanzkrise weiter Gewinne. Im dritten Quartal sank der Überschuss um 55,6 Prozent auf 901 Millionen Euro. Dabei schlug der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers mit Rückstellungen über 512 Millionen Euro zu Buche. Die Risikokosten hätten sich in Jahresfrist auf 1,99 Milliarden Euro vervierfacht, teilte die Großbank am Mittwoch in Paris mit.

In den ersten neun Monaten summierte sich der Überschuss der BNP Paribas auf 4,39 Milliarden Euro. Das sind 35,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. "Alle Geschäftspole zeigen angesichts der Verschärfung der Krise eine gute Widerstandskraft", hieß es. Die Deutsche Bank hatte im 3. Quartal zwar 414 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen. Bei konstanter Buchführung hätten aber 800 Millionen Euro mehr abgeschrieben werden müssen und die Bank wäre entsprechend tief in die roten Zahlen gerutscht.

Anders als die Deutsche Bank akzeptierte die BNP Paribas vom Staat 2,55 Milliarden Euro Liquiditätshilfe. Konzernchef Baudouin Prot will damit vermeiden, dass die Bank auf dem Kapitalmarkt gegen die vom Staat kräftig geförderten britischen und amerikanischen Banken ins Hintertreffen gerät. Die BNP Paribas nutzt die Bankenkrise zudem, um mit der Übernahme des belgischen Geschäfts von Fortis zum Finanzkonzern mit den höchsten Kundeneinlagen der Eurozone zu werden  << zurück zur Übersicht