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Rekordjahr für Wincor Nixdorf - 2008/09 Stagnation erwartet

Düsseldorf/Paderborn (dpa) - Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Geldautomaten, Wincor Nixdorf, hat trotz Banken- und Finanzkrise ein Rekordjahr verbucht. Der Umsatz sei nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2007/08 (30. September) um 8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Wincor Nixdorf AG mit Sitz in Paderborn am Mittwoch in Düsseldorf mit. Das operative Ergebnis (EBITA) wuchs um 11 Prozent auf 206 Millionen Euro, der Überschuss um 17 Prozent auf 127 Millionen Euro. Damit erreichte der Konzern die selbstgesteckten Ziele. Für 2008/09 rechnet Wincor Nixdorf angesichts düsterer Konjunkturaussichten mit einer Stagnation des Geschäfts.

An der mittelfristigen Planung eines jährlichen Wachstums von im Schnitt 6 Prozent beim Umsatz und 8 Prozent beim EBITA halte das MDAX-Unternehmen jedoch fest, betonte Vorstandschef Eckard Heidloff. "Wir sind ganz sicher, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen." Heidloff verwies auf den Kampf der Banken um die Privatkunden und die "Renaissance" des Filialbankgeschäfts. Der Trend weg vom Schalter und hin zum Automaten bedeute große Chancen auch in Deutschland, wo die Geräte "sehr alt" seien. Unklar sei jedoch, ob die Budgets der Banken drastisch zusammengestrichen würden. "Das ist ein Risiko", sagte er.

Kurzfristig seien Eintrübungen möglich. Zwar sei das Geschäft weiterhin stabil, aber es habe Verschiebungen der Bestellungen von Kunden in den USA, in Großbritannien und auch in Deutschland gegeben. Prognosen seien schwierig, betonte Heidloff. "Mit den heutigen Erkenntnissen gehen wir davon aus, an das sehr gute Vorjahr anknüpfen und das erreichte Geschäftsniveau in etwa halten zu können".

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Wincor Nixdorf den Angaben zufolge das Geschäft in Osteuropa sowie in Indien und mit dem Markteintritt in Australien ausgebaut. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 9460 Beschäftigte. In Deutschland stieg der Umsatz um drei Prozent auf 588 Millionen Euro, in Europa (ohne Deutschland) um acht Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Das Geschäft in der Region Amerika legte um zwölf Prozent auf 187 Millionen Euro zu. Insgesamt wuchs das Geschäft mit Banken um 14 Prozent auf mehr als 1,5 Milliarden Euro, im Geschäft mit dem Handel und mit Kassensystemen gab es einen Rückgang um zwei Prozent auf 772 Millionen Euro.

Als Dividende will Wincor Nixdorf 2,13 Euro je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr hatten die Paderborner 1,88 Euro je Aktie gezahlt. Die Aktie des Unternehmens stieg bis zum frühen Nachmittag um 1 Prozent auf 37,52 Euro.
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