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Henkel senkt Gewinnziele für 2008 - Weniger Gewinn bei Waschmitteln


Düsseldorf/London (dpa) - Der Waschmittelriese Henkel hat seine Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie wird nur noch ein Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Das teilte der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf und London bei Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal mit. Bisher wurde ein Plus um den mittleren einstelligen Prozentbereich vorhergesagt. Auch für den bereinigten operativen Gewinn (EBIT) senkte Henkel die Prognose.

Die Gewinnziele sind um Umbaukosten bereinigt, die im dritten Quartal 2008 zu einem Gewinneinbruch führten. Der Überschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter schrumpfte um fast 58 Prozent auf 101 Millionen Euro, teilte die Henkel AG & Co.KGaA mit. Bereinigt um Umbaukosten in dreistelliger Millionenhöhe stieg der Überschuss um 2,4 Prozent auf 251 Millionen Euro. Henkel hat ein Kostensenkungsprogramm gestartet, durch das allein in Deutschland rund 1000 Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem müssen zugekaufte Klebstoffgeschäfte in den Düsseldorfer Konzern integriert werden.

Der Quartalsumsatz stieg getrieben von den neuen Geschäften um 12 Prozent auf 3,76 Milliarden Euro. Bereinigt um Zukäufe und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte lag das Umsatzplus bei 3,5 Prozent. "Trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir auch im dritten Quartal ein gutes organisches Umsatzwachstum erzielt", erklärte Konzernchef Kasper Rorsted. Dazu hätten alle drei Konzernsparten - Klebstoffe, Waschmittel und Kosmetik - beigetragen.

Beim operativen Gewinn (EBIT) wies nur die Klebstoffsparte um Pritt, die mit einem Großeinkauf gestärkt worden war, einen deutlichen Zuwachs aus. Das Plus betrug 2,9 Prozent auf 169 Millionen Euro. In der Stammsparte Waschmittel um Persil ging der operative Gewinn um 6,4 Prozent auf 117 Millionen Euro zurück. Preiserhöhungen und Kostensenkungen hätten die Verteuerung der Rohstoffe nicht völlig ausgeglichen. In der Kosmetiksparte um Schwarzkopf und Fa stieg der operative Gewinn nur leicht um 0,7 Prozent auf 96 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr 2008 erwartet Henkel aktuell einen Zuwachs des operativen Gewinns bereinigt um Umbaukosten von etwa 10 Prozent. Bisher war bei dieser Kennziffer für das Gesamtjahr ein Zuwachs am unteren Ende des mittleren 10-Prozent-Bereichs vorhergesagt worden.  << zurück zur Übersicht