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Magna - Entscheidung über Stronach-Rückzug bis Dienstag erwartet



Wien (APA) - Der Austro-Kanadier Frank Stronach muss sich noch etwas gedulden, bis er sich mit einer stattlichen Abfertigung aus dem von ihm gegründeten Autozulieferkonzern Magna International verabschieden kann. Eine Entscheidung des zuständigen Richters sei spätestens bis zum Dienstagvormittag (Ortszeit) zu erwarten, berichtet die kanadische Tageszeitung "The Globe and Mail" am Wochenende.

In Dokumenten, die Stronach-Anwälte dem Richter Herman Wilton-Siegel vor der am Freitag (13. August) zu Ende gegangenen zweitägigen Anhörung vorlegten, argumentieren diese damit, dass die Prämie für die Mehrfachstimmrechtsaktien von Stronach nicht mit der Bepreisung von ähnlichen Deals in der Vergangenheit verglichen werden könne. "Es gibt nichts Vergleichbares, der Preis für einen Van Gogh wird nicht davon bestimmt, was für einen 'Elvis' auf schwarzem Samt in einem Shopping-Center bezahlt wird", so die Treuhänder von Stronach's Trust.

Nach dem Plan soll Stronach 863 Mio. Dollar (674 Mio. Euro) in normalen Aktien und Cash erhalten und im Gegenzug seine 727.000 B-Aktien mit Mehrfachstimmrecht aufgeben, die ihm die Kontrolle des Unternehmens ermöglichen. Sein Stimmrechtsanteil würde damit von 66 auf 7,4 Prozent zurück fallen. Der Wert des Deals stellte bei Bekanntmachung eine Prämie von 1.800 Prozent gegenüber dem Kurs der normalen Aktien dar.

Ein in den 863 Mio. Dollar nicht enthaltener, weiterer Bestandteil des Plans ist aber auch die Verlängerung des bisherigen Beratervertrags und Firmen-Vorsitzes Stronachs bis Ende 2014. Dessen Wert wird in der neuen Veröffentlichung auf Basis der Business-Pläne des Konzerns auf insgesamt 120 Mio. Dollar geschätzt. Damit würde sich die Abfertigungssumme auf 983 Mio. Dollar (778 Mio. Euro) erhöhen.

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