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Ryanair-Chef: Co-Pilot soll Getränke servieren

Rom (APA) - Ryanair-Chef Michael O'Leary ist der Meinung, dass zwei Piloten an Bord eines Flugzeuges übertrieben sind. "Zwei Piloten waren in den Fünfziger Jahren notwendig, als es schwierig war, ein Flugzeug zu steuern. Heute drücken die Piloten einen Knopf und tun nichts mehr. Daher sehe ich nicht ein, warum der zweite Pilot nicht Getränke servieren oder Brötchen verkaufen soll", sagte O'Leary.

"Ich begreife nicht, warum man für einen zweistündigen Flug zwei Piloten braucht, die die ganze Zeit Zeitung lesen", meinte O'Leary. Er sagte, er habe bei den Luftaufsichtsbehörden beantragt, nur noch mit einem Piloten pro Flugzeug fliegen zu dürfen. Mit dem Verzicht auf den Kopiloten könnten riesige Summen eingespart werden.

Mit seinem jüngsten Sparvorschlagsorgte der Ryanair-Chef bei seinen eigenen Angestellten für launigen Protest. Ryanair-Pilot Morgan Fischer stellte einen Gegenvorschlag zur Diskussion: O'Leary könne doch durch einen Flugbegleiter ersetzt werden, schrieb der 41-Jährige aus Marseille. Er verwies auf das Sparpotenzial seiner Idee, denn das Kabinenpersonal verdiene bei Ryanair derzeit im Schnitt 13.200 Euro netto im Jahr. "Ryanair würde davon profitieren, indem es Millionen Euro an Gehalt, Boni und Aktienoptionen spart", hieß es in dem Brief weiter.

O'Leary zeigte sich humorvoll und antwortete, ein Flugbegleiter sei sicher ein "weitaus attraktiverer" Chef, wobei "die Latte hier nicht besonders hoch liegt". Der Vorschlag werde geprüft. Der Chef der irischen Billigflug-Linie macht von Zeit zu Zeit mit unorthodoxen Sparvorschlägen von sich reden: So dachte er laut über die Einführung einer Toiletten-Gebühr an Bord und Übergewichtszuschläge nach. Von der Verzichtbarkeit von Ko-Piloten will er die Flugsicherheitsbehörden überzeugen.
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