logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
CZ machte weiteren Schritt zum Ausbau Temelins



Prag (APA) - Tschechien hat einen weiteren Schritt zu dem geplanten Ausbau des südböhmischen Atomkraftwerkes Temelin getan. Der staatliche Betreiber des Strom-Verteilungsnetzes CEPS hat am 6. Oktober bei einer Vollversammlung beschlossen, etwa 3,3 Mrd. Kronen (134,7 Mio. Euro) in eine Rekonstruktion und Erweiterung der Stromleitungen bei der Gemeinde Kocin in der Nähe Temelins zu investieren.

Diese Investition ist erforderlich für den beabsichtigten Aufbau von zwei zusätzlichen Blöcken in dem Atomkraftwerk. "Die Erweiterung und Rekonstruktion der Leitungen in der Schaltanlage Kocin ist nötig, damit wir den Strom nach dem Ausbau des Kraftwerkes Temelin verteilen können", bestätigte die CEPS-Sprecherin Zuzana Dvorakova der Nachrichtenagentur CTK. Die Rekonstruktion der Stromleitungen der Schaltanlage sollte 2017 fertig sein.

Die zwei neuen Blöcke Temelins sollen laut den Plänen des vom Staat kontrollierten Tschechischen Energiekonzerns (CEZ) etwa 2020 in Betrieb genommen werden. Zur Zeit läuft schon ein Auswahlverfahren für den Lieferanten der Technologie. Drei Firmen sind an dem Auftrag interessiert: Westinghouse (USA), Areva (Frankreich) und ein vom russischen Staatsunternehmen Atomstroiexport angeführtes Konsortium.

2008 hatte der CEZ beim Prager Umweltministerium die Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau Temelins beantragt. Ende Juni 2010 veröffentlichte das Ministerium im Rahmen des UVP-Verfahrens ein Expertengutachten, laut dem der Ausbau von Temelin weder die Umwelt noch die Gesundheit der Bevölkerung negativ beeinflussen werde. Ein offizieller Beschluss über den Aufbau der neuen Temelin-Blöcke wurde jedoch noch nicht gefasst. Dies wird von der jetzigen Regierung des Premiers Petr Necas erwartet  << zurück zur Übersicht