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Fannie Mae warnt nach Milliardenverlust vor Pleite

New York (APA/ag.) - Der größte US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae muss nach einem Rekordverlust von 29 Milliarden Dollar (30,3 Mrd. Euro) ohne weitere Regierungshilfen sein Geschäft womöglich bald einstellen. Angesichts der schlimmsten Immobilienkrise seit den dreißiger Jahren könne dem Konzern bereits bis Jahresende das Geld ausgehen, warnte Fannie Mae am Montag.

Die Regierung hatte Anfang September die Kontrolle bei Fannie Mae und dem Schwesterunternehmen Freddie Mac übernommen. Die beiden Institute stehen direkt oder indirekt für rund die Hälfte der US-Hypotheken gerade.

Der Rekordverlust bei Fannie Mae kam vor allem wegen Abschreibungen auf Steuererleichterungen zustande, weil der Konzern einräumen musste, auf absehbare Zeit keine Gewinne zu schreiben. Die Kosten für Kredite stiegen wegen der Immobilienkrise im vergangenen Vierteljahr zudem auf 9,2 Milliarden Dollar an.

Fannie Mae erklärte, voraussichtlich eine Geldspritze des US-Finanzministeriums zu benötigen. Das Institut warnte jedoch gleichzeitig, dass die Inanspruchnahme weiterer staatlicher Gelder wegen der damit verbundenen Kosten die Rückkehr in die Gewinnzone weiter verzögern könnte. Bislang verlangt die US-Regierung meist stattliche Zinsen für ihre Hilfen.

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