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BMW Regensburg schließt für einen Monat - 9000 Autos weniger


Regensburg (dpa) - Beim Autobauer BMW stehen wegen der Absatzflaute zum Jahreswechsel für einen Monat die Bänder im Werk Regensburg still. Durch den Produktionsstopp von 8. Dezember 2008 bis 7. Januar 2009 würden 9000 Autos weniger gebaut, als ursprünglich geplant, sagte eine BMW-Sprecherin am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks. Ursprünglich sollten die Werksferien an dem Standort erst am 22. Dezember beginnen und bis zum 6. Januar dauern. Angesichts der Nachfrageschwäche sei die Verlängerung am Vortag beschlossen worden, sagte die Sprecherin. Damit setzt der Autohersteller die von BMW-Chef Norbert Reithofer angekündigte weitere Drosselung der Produktion um.

Letztlich werden davon alle Werke betroffen sein, sagte ein BMW- Sprecher in München. Die einzelnen Standorte könnten dabei individuell planen. Neben der Verlängerung von Werksferien komme beispielsweise auch der Ausfall einzelner Schichten in Frage. BMW will die Produktion um weitere 40 000 Fahrzeuge zurückfahren. Ursprünglich wollte das Unternehmen 25 000 Autos weniger herstellen.

Auch in seinem Werk in Leipzig reduziert BMW die Produktion. Bis zum 18. November werde noch die volle Kapazität von 700 Autos täglich gefahren, sagte ein Sprecher. Bereits seit Längerem geplant sei ein Produktionsstopp nach dem Buß- und Bettag am 20. und 21. November. Vom 24. November bis zum 19. Dezember wird die Produktion auf 400 Autos pro Tag gedrosselt, dabei werde einschichtig gearbeitet. Über Weihnachten und den Jahreswechsel sind wie sonst auch zwei Wochen Betriebsferien in Leipzig geplant. Damit werden an dem Standort 5000 Autos weniger gebaut. Im Werk Dingolfing beginnen die Werksferien statt am 22. nun schon am 19. Dezember und dauern bis 9. Januar 2009. Dingolfing ist mit knapp 20 000 Mitarbeitern größter Produktionsstandort von BMW. Dort werden auch einige Schichten gestrichen, so dass beispielsweise die Bänder am 5. Dezember stillstehen, wie ein Werkssprecher sagte.

Im Oktober hatte der weiß-blaue Autohersteller erneut die weltweit schwache Nachfrage zu spüren bekommen, der Absatz fiel um 8,3 Prozent auf 113 000 Fahrzeuge. Auch sein ursprüngliches Ziel, in diesem Jahr mehr als 1,5 Millionen Autos zu verkaufen, gab das Unternehmen auf. Reithofer schloss vor dem Hintergrund der Branchenkrise zuletzt auch den Abbau weiterer Zeitarbeitsplätze nicht aus. BMW hatte bereits am Jahresanfang die Streichung von mehr als 8000 Stellen angekündigt, darunter 5000 Zeitarbeitsplätze. Sollte sich die Lage nicht verbessern, könnten nun nochmals bis zu 2500 Stellen in Deutschland auf dem Prüfstand kommen, hieß es.
dpa cs/gk yyby z2 so
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