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Vodafone trotzt Finanzkrise - profitabelster deutscher Mobilfunker

Düsseldorf (dpa) - Der Mobilfunkkonzern Vodafone bleibt trotz leichter Erlös- und Gewinneinbußen und der weltweiten Finanzkrise profitabelster Anbieter in Deutschland. Bedingt unter anderem durch gesunkene Preise bei Auslandstarifen, schrumpften der Umsatz im ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2008/2009 (31. März) um 1,8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 1,4 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Mit einer Marge von 44 Prozent sei Vodafone weiterhin Spitzenreiter in Deutschland, betonte Unternehmenschef Friedrich Joussen.

Mit 36,2 Millionen Kunden ist die deutsche Tochter des britischen Mobilfunkriesen die umsatz- und ertragsstärkste Beteiligung im gesamten Konzern. Erstmals erzielten die Düsseldorfer im ersten Halbjahr einen höheren Datenumsatz mit UMTS-Diensten als SMS-Erlöse. Bis zum Ende des Geschäftsjahres soll der Betrag eine Größenordnung von 1 Milliarde Euro erreichen.

Das Breitbandgeschäft sei der wichtigste Wachstumstreiber des Unternehmens, sagte Joussen weiter. Ende September nutzen 7 Millionen Kunden ein UMTS-Handy oder einen Laptop mit UMTS-Karte. Das waren 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Einschließlich der Festnetzgesellschaft Arcor kam die deutsche Vodafone-Gruppe im ersten Halbjahr 2008 auf rund 5 Milliarden Euro Umsatz.

Bei der Integration von Arcor in die Vodafone-Gruppe komme das Unternehmen gut voran, hieß es weiter. So seien unter anderem die Hälfte der Arcor-Shops bereits auf Vodafone umgestellt werden. Im Weihnachtsgeschäft will das Unternehmen zudem mit einem integrierten Festnetz- und Mobilfunkprodukt auf den Markt kommen, das an DSL- Kunden verkauft werden soll. Bei DSL habe das Unternehmen inzwischen 3 Millionen Kunden und damit seine Stellung als die Nummer Zwei auf dem deutschen Markt gefestigt. Der Marktanteil liege bei 20 Prozent.

International geht das Unternehmen unter anderem wegen des anhaltenden Preiskampfes und der harten Regulierung auf Sparkurs. So will Vorstandschef Vittorio Colao bis 2011 pro Jahr eine Milliarde Pfund (1,23 Mrd Euro) einsparen. "Wir geraten eindeutig in ein schwierigeres makroökonomisches Umfeld", erklärte er in London. Für das gesamte Jahr verringerte der Konzern sein Umsatzprognose um 1 Milliarde auf 38,8 Milliarden bis 39,7 Milliarden Pfund. Die Gewinnprognose blieb unverändert. Colao hatte im Sommer den Posten von Arun Sarin übernommen.
dpa ls yynwd z2 so
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