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dm wird mit zweistelligem Wachstum zum größten Drogerie-Händler
Die Drogeriemarktkette dm hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut zweistellig zugelegt und blickt positiv in die Zukunft. Das Karlsruher Unternehmen ist nach dm-Angaben vom Donnerstag erstmals größter Händler von Drogeriewaren in Deutschland - vor den Konkurrenten Aldi und Schlecker.
Karlsruhe (dpa) - Unbeeinflusst von der Finanzkrise werde die Kette im laufenden Jahr weitere 250 Filialen im In- und Ausland eröffnen und den Versandhandel mit Medikamenten erweitern, kündigte dm-Chef Erich Harsch an.

In den deutschen Filialen setzte dm laut Bilanz 2007/2008 (30. September) 3,36 Milliarden Euro um, das entspricht einer Steigerung von 11,4 Prozent. International lag der Umsatz bei 4,71 Milliarden Euro (plus 13,4 Prozent). Angaben zum Gewinn macht der Konzern traditionell nicht.

Von den dramatischen Schwankungen auf den Finanzmärkten ist dm nach Angaben von Harsch nicht direkt betroffen. "Wir mussten unsere Planungen angesichts der Krise nicht verändern", sagte er. Gehe es schlechter in der Wirtschaft, könne dm mit den niedrigen Preisen unter Umständen sogar profitieren.

"Bei einem Vergleich der Deutschlandumsätze der Drogeriemärkte dürfte dm mittlerweile zu einem Viertel am Gesamtumsatz beteiligt sein", schätzte Harsch bei der Vorlage der Bilanz. "Rasch und konsequent" werde das Unternehmen seine Marktposition ausbauen. "Wir trauen uns weitere 1000 Märkte in Deutschland in den kommenden zehn Jahren zu", sagte Harsch. Derzeit verfügt der dm-Konzern über fast 2050 Filialen, davon jede zweite in Deutschland. Für den internationalen Ausbau hat die Kette vor allem Südosteuropa ins Visier genommen. Seit Dezember 2007 verkauft dm in Rumänien, im laufenden Geschäftsjahr sollen auch Filialen in Bulgarien eröffnet werden.

Nach Investitionen von europaweit 218 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr will dm im laufenden Jahr rund 231 Millionen Euro ausgeben. Davon werden 56 Millionen Euro in den Ausbau und in ein moderneres deutsches Filialnetz investiert, im Ausland sind Ausgaben von 64 Millionen Euro geplant. Für Kosten von 140 Millionen Euro wird zur Zeit ein Logistikzentrum in Weilersweist bei Köln gebaut, es ist die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte. Das Zentrum soll Ende 2009 in Betrieb genommen werden.

Im vergangenen Geschäftsjahr zählte dm europaweit 30 719 Mitarbeiter, 3665 mehr als im Vorjahr. In Deutschland beschäftigt der Konzern 19 398 Menschen.
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