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Heilbronner Südsalz GmbH und Wacker-Chemie AG : 15,6 Millionen Euro Geldbuße wegen Preisabsprache bei Auftausalz

Heilbronn/Bonn (dpa) - Wegen Preisabsprachen bei Auftausalz hat das Bundeskartellamt gegen die Heilbronner Südsalz GmbH ein Bußgeld von 15,6 Millionen Euro verhängt. Gemeinsam mit der Wacker-Chemie AG sowie zwei von der Biesterfeld-Gruppe mitkontrollierten Unternehmen habe Südsalz von Mitte 1998 bis Mitte 2007 die Verkaufspreise von Auftausalz im südlichen Bayern und Baden- Württemberg abgesprochen, teilte das Bundeskartellamt am Mittwoch in Bonn mit. Der Vorstand der Südwestdeutschen Salzwerke AG (SWS) bestätigte die Geldbuße. Südsalz ist eine 100-prozentige Vertriebstochter des Unternehmens.

Die Geldbuße werde zu einem deutlich negativen Konzernergebnis der Südwestdeutsche Salzwerke AG in Höhe vor voraussichtlich zehn Millionen Euro führen, hieß es in einer Stellungnahme der Salzwerke in Heilbronn. Eine abschließende Einschätzung der Höhe des Konzernergebnisses insgesamt sei aber wegen des witterungsabhängigen Wintergeschäfts derzeit noch nicht möglich, teilte der Vorstand der Südwestdeutschen Salzwerke weiter mit. Die beiden Aufsichtsratschefs der Südwestdeutschen Salzwerke und der Südsalz erklärten, obwohl das Bußgeld erheblich sei, werde es im Konzern zu keinen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze kommen. Für den Aufsichtsrat seien die Verstöße nicht erkennbar gewesen.

Der Vorstand der Südwestdeutschen Salzwerke, Ulrich Kowalski, hatte Ende Oktober wegen der Affäre um illegale Preisabsprachen seinen Hut genommen. Das Land Baden-Württemberg ist mit 45 Prozent neben der Stadt Heilbronn mit 46,6 Prozent Hauptaktionär der Südwestdeutschen Salzwerke. Im vergangenen Jahr hatten die SWS wegen des milden Winters einen massiven Umsatzeinbruch von 24 Prozent auf 222 Millionen Euro hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis (EBIT) ging um 53 Prozent auf 16,9 Millionen Euro zurück.
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