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Finanzkonzern W&W mit Gewinneinbruch wegen Finanzkrise

Stuttgart (dpa) - Der Finanzkonzern Wüstenrot und Württembergische (W&W) hat wegen der Finanzkrise in den ersten neun Monaten 2008 einen Gewinneinbruch verbucht. Der Überschuss sei von 112,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 90,5 Millionen Euro geschrumpft, sagte der Vorstandsvorsitzende Alexander Erdland am Freitag in Stuttgart. Bereits Anfang Oktober hatte der Finanzkonzern wegen der Verschärfung der Situation an den internationalen Finanzmärkten seine Prognose für das Gesamtjahr zurückgezogen und keinen neuen Zielwert ausgegeben.

Es werde nicht mehr mit einer Eigenkapitalrendite nach Steuern in Höhe von 6,7 Prozent (2007: 6,1 Prozent) gerechnet, teilte das Unternehmen mit. Grund für das Zurücknehmen der Prognose seien niedrigere Börsenbewertungen für Kapitalanlagen im Zuge der aktuellen Finanzmarktentwicklung. Der Konzern hatte Anfang Oktober mitgeteilt, Kapitalanlagen im Wert von 35 Milliarden Euro zu haben. Nähere Angaben dazu gab es nicht.

Der Konzern hatte nach einem deutlichen Restrukturierungsaufwand durch Wertberichtigungen im Vorjahr die Trendumkehr bei der Ergebnisentwicklung geschafft. 2007 erwirtschaftete der Konzern einen Jahresüberschuss von 146 Millionen Euro. Im Zuge der Neuausrichtung sollen bis zum Jahresende 1750 Stellen abgebaut werden. "Im Zuge unseres in 2006 aufgesetzten Restrukturierungskurses haben wir frühzeitig zum Ausdruck gebracht, dass 2008 ein besonders schwieriges Jahr für uns wird. Die Finanzmarktkrise hat unsere Bemühungen noch erschwert", sagte Erdland.
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