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Ford will 20-Prozent-Anteil an Mazda verkaufen

Tokio (APA/ag.) - Der angeschlagene US-Autobauer Ford könnte einem Zeitungsbericht zufolge am Dienstag den Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an Mazda bekannt geben. Dies berichtete die Zeitung "Nikkei" am Dienstag. Ford besitzt 33,4 Prozent der Aktien bei dem japanischen Autohersteller und benötigt dringend Kapital, nachdem der Absatzmarkt in den USA und anderen Ländern eingebrochen ist.

Die Aktien von Mazda stiegen nach Veröffentlichung des Berichts der Zeitung "Nikkei" rapide an und schlossen 6,4 Prozent im Plus. Bereits vor einem Monat hatte ein japanischer Fernsehsender berichtet, Ford wolle rund ein Fünftel seiner Anteile an Mazda verkaufen.

Die US-Demokraten brachten unterdessen am Montag ein Rettungspaket für die schwer angeschlagene Autoindustrie in den Senat ein. In dem Gesetzentwurf schlagen sie ein 25 Milliarden Dollar (19,7 Milliarden Euro) schweres Kreditprogramm für General Motors, Ford und Chrysler vor. Im Gegenzug für die Hilfen würde die Regierung demnach Aktienoptionen an den Unternehmen bekommen; diese müssten Begrenzungen ihrer Managergehälter und ein Verbot von Dividendenausschüttungen hinnehmen. Außerdem müssten die Autobauer darlegen, wie sie angesichts einbrechender Absatzzahlen, Problemen bei der Kreditbeschaffung und der schleppenden Konjunktur wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Die Demokraten im Senat bezeichneten ihren Vorschlag, der die Hilfen für die Autobauer auf das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket für die Finanzbranche aufsetzen würde, als effektivste Art der Hilfe für die Branche. Dagegen warf eine Sprecherin von US-Präsident Bush ihnen vor, die Autohersteller von harten, aber notwendigen Umstrukturierungsentscheidungen verschonen zu wollen.
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