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Neuer Chef bei Grünenthal - Familie nicht mehr in Geschäftsführung

Aachen (dpa) - Die Unternehmerfamilie Wirtz zieht sich komplett aus der Geschäftsführung des Pharmakonzerns und ehemaligen Contergan- Herstellers Grünenthal zurück. Anfang Januar werde der bisherige Geschäftsführer des US-amerikanischen Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson, Harald F. Stock (40), Vorsitzender der Geschäftsführung, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Aachen mit. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte sei damit kein Familienmitglied mehr in der Geschäftsführung vertreten, sagte eine Konzernsprecherin am Mittwoch. Der Enkel des Firmengründers, Sebastian Wirtz, war vor kurzem als Geschäftsführer zurückgetreten.

Grünenthal hatte 1957 das Medikament Contergan auf den Markt gebracht. Der Wirkstoff Thalidomid hatte bei rund 5000 Kindern in Deutschland Fehlbildungen an den Gliedmaßen zur Folge. Ein Strafprozess wurde wegen geringer Schuld eingestellt. Grünenthal ist heute spezialisiert auf Arzneimittel in Schmerztherapie und Gynäkologie. Das 1946 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 5300 Mitarbeiter und hatte 2007 einen Umsatz von rund 846 Millionen Euro.
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