logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Merck vor möglichem Umsatzschub durch EU-Empfehlung für Erbitux
Darmstadt (dpa) - Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck darf auf einen Umsatzschub mit seinem Krebsmedikament Erbitux in Europa hoffen. Der Beraterausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA habe nun auch die Zulassung für Erbitux zur Erstbehandlung von Kopf- und Hals-Tumoren in Kombination mit einer Chemotherapie ausgesprochen, teilte die im DAX notierte Merck KGaA am Freitag in Darmstadt mit. In der Regel folgt die Europäische Kommission der Empfehlungen des Ausschusses.



"Die positive Stellungnahme für den Einsatz von Erbitux in der Erstlinientherapie von Patienten mit rezidivierten und/oder metastasierten Kopf-Hals-Tumoren ist für uns eine sehr erfreuliche Nachricht", heißt es in der Mitteilung.

Erbitux ist in der EU bereits zur Behandlung von lokal fortgeschrittenem Kopf- und Halskrebs in Kombination mit einer Strahlentherapie auf dem Markt. Auch zur Behandlung von Darmkrebs, gegen den eine Standardtherapie erfolglos war, ist das Medikament zugelassen. Merck setzte mit Erbitux 2007 470 Millionen Euro um.

Allein in Europa werden jedes Jahr nach Aussagen von Merck etwa 143 000 neue Fälle von Kopf-Hals-Tumoren diagnostiziert. Über 68 000 Todesfälle gehen jährlich auf diese Erkrankung zurück.

Merck hat die Vermarktungsrechte für Erbitux außerhalb der USA und Kanada 1998 in Lizenz von ImClone Systems Incorporated in New York erworben. In Japan wird Erbitux gemeinsam von ImClone Systems Incorporated, Bristol-Myers Squibb Company und Merck entwickelt und vermarktet.
 << zurück zur Übersicht