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Commerzbank holt als Reaktion auf Finanzkrise Kunden als Berater
Frankfurt/Main (dpa) - Als Reaktion auf die Verunsicherung vieler Anleger wegen der Finanzmarktkrise holt sich die Commerzbank Kunden als Berater ins Haus. "Wir bilden einen Kundenbeirat für das Privatkundengeschäft", kündigte der Privatkundenvorstand der zweitgrößten deutschen Bank, Achim Kassow, in der "Welt am Sonntag" an. Dazu sollen jeweils 20 Kunden von Commerzbank und Dresdner Bank, die von der Commerzbank übernommen wird, gesucht werden.
Im Januar soll das Gremium seine Arbeit aufnehmen. "In diesem Beirat werde ich in persönlichen Gesprächen zwei Mal im Jahr mit den Kunden über die geschäftspolitische Ausrichtung und Produktneuheiten diskutieren", sagte Kassow. "Ich will wissen, was der Kunde will."

Zugleich kündigte er Veränderungen im Privatkundengeschäft an. "Nach der aktuellen Krise kann die Devise nicht sein: Alles bleibt beim Alten. Das Verhältnis von Bankmitarbeiter und Kunde muss neu definiert werden." Die Banken müssten ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln. Kassow räumte ein, dass das bisherige System der Banken in manchen Fällen zu sehr auf Vertriebsprovisionen ausgerichtet sei.

Insgesamt habe die Sorge der Kunden um ihr Erspartes dank des 500 Milliarden Euro schweren staatlichen Rettungspaketes zuletzt deutlich abgenommen. "Wir spüren zwar viel Verunsicherung, aber keinen Rückzug der Kunden, im Gegenteil: Allein im Oktober haben wir bislang pro Woche mehr als 10 000 neue Kunden gewonnen", sagte Kassow.
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