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Die BayernLB - Deutschlands zweitgrößte Landesbank


München (dpa) - Die BayernLB ist nach der Landesbank Baden- Württemberg (LBBW) die zweitgrößte Landesbank in Deutschland. Eigentümer der BayernLB sind je zur Hälfte das Bundesland Bayern und die bayerischen Sparkassen. Riskante Engagements auf dem US- Kreditmarkt haben die Bank mit Milliarden-Belastungen getroffen, sie stellt sich für dieses Jahr auf einen Verlust von drei Milliarden Euro ein.

Als bundesweit erstes Geldhaus hatte die BayernLB deshalb Schutz unter dem Rettungsschirm der Bundesregierung gesucht und einen Kapitalbedarf von 6,4 Milliarden Euro angemeldet. Nach dem Willen der Anteilseigner sollen davon 5,4 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds zur Stabilisierung der Bankenbranche kommen. Der Bund will aber möglicherweise nicht die volle Summe übernehmen, sondern Bayern stärker verpflichten.

Das BayernLB-Debakel hatte auch den früheren bayerischen Finanzminister und CSU-Vorsitzenden Erwin Huber schwer unter Druck gebracht. Das Institut mit einer Bilanzsumme von zuletzt 415,6 Milliarden Euro entstand 1972 durch den Zusammenschluss der Landesbodenkreditanstalt und der Bayerischen Gemeindebank. Kernmärkte der Bank sind Bayern und die daran angrenzenden Regionen. Sie ist aber auch an anderen Finanzplätzen weltweit präsent. Nach der Übernahme der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) im vergangenen Jahr hat die BayernLB den südosteuropäischen Markt besonders im Blick.

Auch die HGAA will allerdings auf staatliche Hilfen zugreifen. Zudem hat der Aufsichtsrat der Kärntner Bank eine Kapitalerhöhung in Höhe von 700 Millionen Euro beschlossen. In welcher Höhe sich die Mehrheitseignerin BayernLB daran beteiligen wird, ist bisher noch nicht bekannt. In der BayernLB-Gruppe sind weltweit gut 19 000 Menschen beschäftigt, davon rund 3 500 am Sitz in München. dpa cs  << zurück zur Übersicht