logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Liquiditätsgarantien für HSH-Nordbank - bis zu 30 Milliarden


Hamburg (dpa) - Die in Schieflage geratene HSH Nordbank kann auf staatliche Liquiditätsgarantien in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro zurückgreifen. Darauf hätten sich Vertreter des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) und der HSH Nordbank geeinigt, teilte die Bank am Freitagabend mit. Die Entscheidung stärke die Bank und schaffe genügend Flexibilität, das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln, sagte der neue Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher.

Die Anteilseigner wollen zudem für eine angemessene Eigenkapitalausstattung der HSH-Nordbank, an der unter anderem die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein beteiligt sind, sorgen. Neben Kapitalzufuhr von innen und von außen komme der Abbau von Aktiva in Betracht. Die Kernkapitalquote soll nach Nonnenmachers Angaben auf mindestens acht Prozent gesteigert werden.

"Wir arbeiten an einem Bündel von konkreten Maßnahmen, mit denen wir die zukunftsfähige Strategie der HSH Nordbank vorantreiben werden", versicherte Nonnenmacher. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Wolfgang Peiner, lobte den Schulterschluss aller Anteilseigner. Er zeige die Geschlossenheit und Konsequenz, "mit der sie die Basis für den künftigen Erfolg der Bank schaffen".

Seit Anfang des Jahres war die HSH Nordbank immer tiefer in den Strudel der internationalen Finanzkrise geraten. Für die ersten neun Monate des Jahres mussten Abschreibungen von 1,3 Milliarden Euro vorgenommen werden, der Verlust betrug 360 Millionen Euro.

Vor der HSH Norbank hatte schon die BayernLB nach Milliardenverlusten den staatlichen Schutzschirm in Anspruch genommen. Die Landesbank Baden-Württemberg erhält eine Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro, allerdings nur aus dem Land, ohne Beteiligung des Bundes.
 << zurück zur Übersicht