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Ackermann hält trotz Krise langfristig Rekordgewinne für möglich

Frankfurt/Main (dpa) - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hält trotz aktueller Rückschläge durch die Finanzmarktkrise für sein Haus wieder Gewinne auf dem Rekordniveau des Jahres 2007 für möglich. "Einige Neupositionierungen und Anpassungen werden notwendig sein, doch wir haben das Potenzial, langfristig die Rekordergebnisse des Jahres 2007 wieder zu erreichen und auch zu übertreffen", schrieb Ackermann Ende vergangener Woche in einem Brief an die Mitarbeiter der Bank, der der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. Im vergangenen Jahr hatte Deutschlands größte Bank trotz erster Auswirkungen der Krise an den internationalen Finanzmärkten 6,5 Milliarden Euro Jahresüberschuss erzielt.

Seit Monaten ist die Aktie des DAX-Konzerns wie andere Banktitel auf Talfahrt. Ende vergangener Woche waren Deutsche-Bank-Aktien mit weniger als 19 Euro so günstig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Noch im Dezember notierten die Papiere bei über 91 Euro. "Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere Marktkapitalisierung im aktuellen Umfeld bei weitem nicht den wahren Unternehmenswert der Deutschen Bank wiedergibt", heißt es in dem Brief des Deutsche-Bank-Chefs. "Nichts, weder die Möglichkeit künftiger Verluste noch Kapitalanforderungen, rechtfertigen den zurzeit stark eingebrochenen Kurs unserer Aktie." Die stabilen Geschäftsfelder der Bank wüchsen weiter.

Gleichwohl habe das Management "einen Prozess zur Überprüfung unserer Konzernstrategie aufgesetzt", erläuterte Ackermann. So sei es erklärtes Ziel, das Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden auszubauen. "Allein durch Maßnahmen aus eigener Kraft rechnen wir mittelfristig mit einem Gewinnpotenzial vor Steuern von zwei Milliarden Euro", rechnete Ackermann vor. Dazu beitragen soll auch die Beteiligung an der Postbank.

Ackermann betont in dem Schreiben seine auch schon öffentlich gemachte Aussage, das in der Finanzkrise gebeutelte Investmentbanking bleibe "ein Kerngeschäft der Deutschen Bank". Die Sparte, die klassischerweise Wertpapierhandel sowie die Begleitung von Börsengängen und Fusionen umfasst, war jahrelang Hauptertragsbringer der Deutschen Bank.

Ackermann bekräftigte gegenüber den Mitarbeitern, wie sehr er die staatlichen Rettungspakete schätze. Die Initiativen der Regierungen - etwa das deutsche 500-Milliarden-Euro-Paket - trügen "zweifellos zur Stabilisierung der Finanzbranche" bei. "Dennoch sind wir der Meinung, dass wir unsere solide Kapitalbasis aufrechterhalten können, ohne frisches Kapital vom Staat in Anspruch zu nehmen." Die Deutsche Bank hat derzeit eine Kernkapitalquote von mehr als zehn Prozent. dpa jb yyhe z2 so
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