logo
Home
Mein Depot
 Name, WKN, ISIN
LSR
Nach Großeinkauf: Henkel schließt vier Klebstoff-Werke in Europa


Düsseldorf (dpa) - Henkel strafft nach einem Großeinkauf seine stark erweiterte Klebstoffproduktion und schließt dabei vier Werke in Europa. Bei der Integration der erworbenen National-Starch-Geschäfte in den Düsseldorfer Konzern sollen das Werk Kleve sowie zwei Werke in Frankreich und ein Werk in Großbritannien geschlossen werden. Das sagte ein Henkel-Sprecher am Montag in Düsseldorf und bestätigte damit weitgehend Berichte französischer Medien. In Italien werde zwar eine Produktionslinie von einem Werk an einen nahegelegenen Standort verlagert. Das verkleinerte Werk werde aber nicht geschlossen. Im niederrheinischen Kleve werde die Produktion Ende 2010 eingestellt.

In den fünf Klebstoff-Werken zusammengenommen arbeiteten knapp 500 Mitarbeiter. Die Gesamtzahl, wieviele Stellen letztlich wegfallen werden, stehe noch nicht fest. "Wir werden uns gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung um die Zukunft der Mitarbeiter kümmern und nach sozialverantwortlichen Lösungen suchen", erklärte der zuständige Henkel-Vorstand Thomas Geitner in einer Mitteilung zum Werk Kleve. Mehr als der Hälfte der 130 Mitarbeiter des Klebstoff-Werkes von National Starch in Kleve solle eine Weiterbeschäftigung unter anderem in Düsseldorf, Porta Westfalica und Heidenau angeboten werden.

Henkel hatte Anfang April den größten Zukauf in seiner mehr als 130-jährigen Firmengeschichte vollzogen. Der Düsseldorfer Konzern erwarb für 2,7 Milliarden britische Pfund (damals rund
3,7 Mrd Euro) National-Starch-Klebstoffgeschäfte von Akzo Nobel. Durch den Zukauf steigt der Umsatz der Henkel-Klebstoffsparte auf ein volles Jahr hochgerechnet um gut 1,8 auf 7,5 Milliarden Euro an. Der nicht näher bezifferte Stellenabbau in der erweiterten Klebstoff- Sparte kommt zum laufenden Sparprogramm von Henkel noch dazu. Der Düsseldorfer Konzern baut bereits ohne den Zukauf weltweit 3000 Stellen bis 2011 ab, darunter rund 1000 Stellen in Deutschland. dpa vd yynwd n1 uw
 << zurück zur Übersicht