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Heidelberger Druck weitet Kurzarbeit aus


Heidelberg (dpa) - Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck verschärft angesichts der andauernden Absatzkrise seine Sparanstrengungen. An den Standorten Heidelberg, Wiesloch, Amstetten, Brandenburg und Kiel soll auch in Verwaltung, Entwicklung und IT Kurzarbeit eingeführt werden, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus Unternehmenskreisen. Am Montag sei ein entsprechendes Schreiben von Konzernchef Bernhard Schreier an die Führungskräfte herausgegangen. Es habe bereits "grünes Licht" von der Bundesagentur für Arbeit gegeben.

Vom 15. Dezember bis 9. Januar Mitarbeiter sollen die betroffenen Mitarbeiter "soweit wie möglich die Arbeit ausfallen lassen", konkretisierte Schreier demnach. Ausdrücklich habe er dabei aber Kundentermine und die Erstellung des Jahresabschlusses ausgenommen, hieß es.

Heidelberger Druck ist eines der ersten Unternehmen, das die Rezession mit voller Wucht zu spüren bekommen hatte. Seit Jahresbeginn gab es mehrere Gewinnwarnungen, zuletzt schrieb der Konzern tiefrote Zahlen. Schreier will nach anfänglichen Zögern nun 2500 der knapp 20000 Stellen weltweit streichen und damit jährlich 200 Millionen Euro einsparen. Dabei soll es auch betriebsbedingte Kündigungen geben. In einem ersten Schritt hatte die Konzernführung bereits in der Produktion Kurzarbeit angekündigt.

Ihren Ausgangspunkt hatte die Absatzkrise in den USA genommen. Infolge der Turbulenzen auf den Häuser- und Finanzmärkten hatten dort die Unternehmen ihre Werbung zurückgefahren, was sich direkt auf die Drucker durchschlug, die daraufhin Neuanschaffungen strichen. Mittlerweile ist das Geschäft auf der ganzen Welt eingebrochen. Zuletzt rechnete Schreier nicht mit einer baldigen Besserung. Sein Konzern ist Weltmarktführer und insbesondere bei Druckmaschinen für Prospekte und Plakate stark.
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