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Urteil im ersten Lehman-Prozess erwartet


Frankfurt/Main (dpa) - Im ersten Anlegerprozess um Zertifikate der insolventen US-Bank Lehman Brothers wird heute (Freitag) vor dem Frankfurter Landgericht ein Urteil erwartet. Geklagt hatte ein älteres Ehepaar aus Bad Soden bei Frankfurt, das mit einem Lehman- Zertifikat 12 000 Euro Verlust erlitten hat. Die beklagte Frankfurter Sparkasse (Fraspa) hatte einen Vergleich bei der ersten Verhandlung vor gut einem Monat abgelehnt.

Die Eheleute fühlen sich falsch beraten und nicht ausreichend informiert über die von Lehman an die Sparkasse geflossenen Provisionen. Dies hatte auch der Richter als heiklen Punkt genannt. Nur geringe Anforderungen an den Verkaufsprospekt hatte er hingegen beim Hinweis auf einen möglichen Totalverlust des Investments gesehen. Zum Verkaufszeitpunkt, der Jahreswende 2006/2007, habe niemand absehen können, dass die angesehene Investmentbank Lehman pleitegehen könnte, wie im September dieses Jahres geschehen.

Die Eheleute hatten die Klage bereits weit vor der Lehman- Insolvenz eingereicht, weil sie mit der Wertentwicklung ihrer Anlage nicht zufrieden waren. Bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung könnten noch Jahre vergehen. Die Fraspa gehörte mit mehr als 5000 Abschlüssen zu den größten Emittenten von Lehman-Papieren in Deutschland.
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