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Immofinanz stoppt fast alle Projekte
Foto: Neo-Vorstände Thomas Kleibl und Eduard Zehetner

Wien (APA) - Der in wirtschaftlichen Turbulenzen steckende Immofinanz-Konzern stoppt drei Viertel seiner geplanten Entwicklungsprojekte von 7 bis 8 Mrd. Euro. Damit wollen die beiden Neo-Vorstände Thomas Kleibl und Eduard Zehetner einem Liquiditätsengpass vorbeugen. Laut den beiden gibt es mehrere Einstiegsinteressenten. Eine rechtliche Zusammenführung von Immofinanz und Immoeast sei nicht unbedingt notwendig.

Grundsätzlich wollen sie den größten heimischen Immobilienkonzern bis Weihnachten vollkommen neu ausrichten. Weiterhin ausständig sind vor allem jene 512 Mio. Euro für die die niederländische Constantia Packaging BV eine Haftungserklärung abgegeben haben soll. Die Immofinanz rechnet fest damit, dass diese Garantien "werthaltig" sind und hat - um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen - eine einstweilige Verfügung gegen die Constantia BV durchgesetzt.

Sollte das Ringen um die 512 Mio. Euro in einen langgezogenen Rechtsstreit ausarten, müsse für die Finanzierung eine "Zwischenlösung" gefunden werden, meinte Zehetner. Details nannte er jedoch nicht. Zusammen mit dem Unternehmensberater Roland Berger erarbeiten Kleibl und Zehetner derzeit einen Business-Plan, der Grundlage der Liquiditätsverhandlungen mit den sechs Kern-Geldgebern (Banken) werden soll. Ein erster Bericht soll bis Mitte Dezember stehen, bis Weihnachten will man "einen ersten Meilenstein in der Neuausrichtung der Unternehmensgruppe erreichen".

Die Zukunft der beiden eng verflochtenen Gesellschaften liegt nicht notwendigerweise in einer auch rechtlichen Zusammenführung von Immofinanz und Immoeast, die ursprünglich favorisierte Fusion ist heute nur "eine Option" unter mehreren, sagte Kleibl. Mittlerweile hätten auch mehrere potenzielle Partner aus dem Ausland angeklopft, die Interesse an einem Einstieg hätten.
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